Suhl 150 #1 – Holzarbeiten
Bereits vor einigen Jahre hatte ich das von vielen ostdeutschen Schützen hoch gelobte Suhl 150 getestet. Es gehört zweifellos zu den wenigen KK-Systemen, die sich mit dem Anschütz Model 54 messen können, aber es ist keineswegs besser. Das Design ist 40 Jahre alt und in Bezug auf Schaft und Zubehör heute nicht mehr wettbewerbsfähig.
Bei der Konstruktion des Suhl 150 hat das Anschütz 54 auf jeden Fall Pate gestanden. Viele Details sind ähnlich ausgeführt, einige sind sogar verbessert. So hat das Suhl 150 neben den beiden Ausziehern auch zwei Verschlusswarzen und den schnellsten Schagbolzen unter den KK-Matchgewehren. Zudem hatten einige Gewehre aus der ersten Fertigungsserie sehr excellente Läufe, deshalb werden die Suhl 150 Systeme gern als Basis für BR50-Büchsen verwendet –>http://www.6mmbr.com/gunweek089.html
Vor einiger Zeit fiel mir ein Suhl 150 vor die Füße. Der Schaft hatte starke Gebrauchsspuren und der Abzug war beschädigt. In Anlehnung an meinen Beitrag KK-Präzisionsbüchse entschloss ich mich, daraus eine Büchse für PG50 zu bauen. Zuerst entfernte ich den alten Lack außen mit einer Klinge. Für den Innebereich und die Punzierung verwendete ich Abbeizer aus dem Malerfachhandel.
Für das Schießen mit Zielfernrohr ist eine Erhöhung des Hinterschaftes erforderlich. Mit der Feinsäge sägte ich einen Teil der Schaftbacke ab. Nach dem Verschleifen der Schnittflächen brachte ich zwei Bohrungen in den Hinterschaft und setzte in die Schaftbacke zwei Rampa-Muffen für M5 Gewinde.
Aus einem Stück Buchenholz schnitt ich mir ein ovales Stück für eine Handballenauflage heraus. Das Teil befestigte ich mit zwei Rampa-Muffen am Griff und arbeitete die Kontur mit dem Drehmel heraus.
Der Schaft des Suhl 150 besitzt normelerweise eine Fingerrille. Diese war nach den Regeln für das ehemalige UIT-Standardgewehr nicht gestattet und wurden bei vielen Gewehren einach abgefeilt. Den verbliebeben Rest der originalen Punzierung habe ich ausgeschliffen und den Schaft zur Verschneidung an die Holzwerkstatt Wegner & Hacker in Rostock geschickt. Das schneiden der Fischhaut kostete 65,-€ und nach zwei Wochen hatte ich den Schaft wieder zurück.![]()
